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Vincent Peters - Personal

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: Vincent Peters - Personal

 

 

Inhalt:

 

Die Person Vincent Peters

 

Vincent Peters, Jahrgang 1969, ist geborener Bremer und als junger Mann nach New York gegangen, um dort das Handwerk der Fotografie zu lernen.

Nach seiner Rückkehr nach Europa arbeitete er erst für Kunstgalerien, bis er 1999 als Modefotograf bei der Agentur von Giovanni Testino einstieg. Innerhalb kürzester Zeit wurden seine Fotos für Kampagnen der weltweiten Marken wie Bottega Veneta, Dior, Emporio Armani, Hugo Boss, La Perla, Louis Vuitton, Yves Saint Laurent, und viele andere verwandt.

Seine Bilder erschienen ab diesem Zeitpunkt in allen internationalen Magazinen von Rang und Namen und die Liste der von ihm porträtierten Stars scheint unendlich lang zu sein.

 

Der fotografische Stil

 

Mittlerweile unterliegt er als Star-Fotograf auch den Zwängen seiner Auftraggeber, die zwar seine Art der Fotografie kennen würden, ihn aber trotzdem nötigen, digital zu fotografieren.

 

Von der technischen Seite her gesehen mag Vincent Peters es eigentlich lieber analog, meistens ganz klassisch Schwarz-Weiß, mit feinem Korn, setzt das Licht als Dramaturgie ein und verändert dadurch das Modell und den Bildausdruck.

Am liebsten nutzt er bis heute seine erste Kamera, eine analoge Mittelformat - Kamera, die Mamiya RZ mit nur einem 110 mm - Objektiv. Digital sei ihm zu scharf in der Abbildung, würde ihm viel Atmosphäre nehmen. Seine Bilder leben von der räumlichen Atmosphäre, Bilder vor einer weißen Wand könne man von ihm nicht erwarten.

Peters fotografiert sehr viel mit Dauerlicht, was man seinen Bildern auch ansieht. Gerade die oftmals von ihm eingesetzten ARRI – Scheinwerfer geben seinen Bildern den typischen Mode - Look.

 

Kreativität bedeutet bei ihm, anders als viele andere Fotografen, dass er ohne große Anweisungen an das Modell arbeitet, seiner inneren Intuition Raum lässt und gerne improvisiert.

Anlässlich der Eröffnung der Ausstellung zu seinem neusten Buch „Personal“, sagte der international erfolgreiche Star - Fotograf humoristisch in einem Interview:

„Man hat einen gewissen Geschmack, das kommt auch von innen. Man ist, was man ist, man kann nicht aus seiner Haut, aber man kann das kultivieren. Daraus entsteht das eigene Bild und irgendwann nennt man das den eigenen Stil“.

 

Was ist nun der eigene, der persönliche, Stil von Vincent Peters?

 

Es würde nicht einen Stil geben, so wie es nicht eine Sicht von einer Person geben würde.

„Ist die Person, die ich fotografiere, wirklich die Person, die sie sein will? Hat die Person die gleiche Idee von sich selber, die ich von ihr als Fotograf habe? Es gibt die Version der Person, wie sie öffentlich bekannt ist, es gibt die Version, wie sie wirklich ist, es gibt die Version des Fotografen, … da kommt viel zusammen“.

 

Das Foto entsteht bei Peters im Bauch, nicht im Kopf. Dieses innere Bedürfnis lässt bei ihm ein Bild entstehen, und zur richtigen Zeit hält er es nur noch mittels des Auslösers fest.

 

Sein zweites Buch: "Personal"

 

Dieses Buch Vincent Peters - Personal (*) ist sein zweiter Bildband und beinhaltet eine Zusammenstellung seiner persönlichen Arbeiten, bei denen er ohne Auftrag und ohne äußere Zwänge arbeiten konnte.

 

Herausgekommen ist ein Bildband, der ausschließlich dem weiblichen Geschlecht gewidmet ist und durchgehend klassische und einfühlsame Porträts zeigt.

Es werden im Großformat 235 Duplex-Aufnahmen und 15 Farb-Fotografien gezeigt. Unter ihnen sind wieder viele Stars zu entdecken, Penélope Cruz, Linda Evangelista und Irina Shayk sind nur einige seiner Lieblingssujets. Diese Bilder sind aber nach eigentlich anderen werblichen Fotostrecken entstanden. Es handelt sich um überwiegend bislang unveröffentlichte Aufnahmen, die nach Modestrecken zu persönlichen Zwecken und teilweise als Aktaufnahmen angefertigt wurden.

„Ich habe vor einiger Zeit angefangen, nach Shootings noch ein paar zusätzliche Aufnahmen zu machen, nur für mich und das Model. Ich kann dann einfach freier arbeiten, als wenn dreißig Leute um mich herum stehen, die alle mitreden wollen. Die meisten Fotos der Ausstellung sind auf diese Weise entstanden“, verriet er in einem FAZ-Interview.

 

Viele dieser Fotos wirken als Standbilder einem Film Noir der 50er Jahre entsprungen, die Modelle posieren im Ballettkleid oder teilweise nackt und verletzlich.

„Ich bin zwar beeindruckt von der Hochkultur des Lichts im Film der dreißiger bis hin zu den Fünfzigerjahren, etwa in „Der Dritte Mann“ oder „Blonde Venus“. Und mir geht es darum, Gefühl zu übertragen und eine gewisse Dramatik zu erzeugen, und das geschieht mit Hilfe des Lichts. Aber viel wichtiger als alle technischen Aspekte ist die Art und Weise, wie ein Modefotograf die Frau sieht. – Bei Ellen von Unwerth zum Beispiel wirkt sie lebenslustig, verführerisch, überdreht. Peter Lindbergh zeigt eher die emotionale und melancholische Seite. Jürgen Teller feiert das Atypische. Steven Meisel arbeitet Androgynität heraus. Die Frau, die ich suche, ist gefühlvoll, nachdenklich, sie trägt vielleicht einen Konflikt mit sich aus. Ich glaube, es steckt viel von Romy Schneider in ihr“, fasst er im gleichen Interview zusammen.

 

Peters beschreibt diesen Band selbst, als einen Versuch seine Ehe wieder aufzufrischen; er meint seine Beziehung zur Fotografie.

„Da war mal etwas, was das sehr gut war; wir haben uns mal sehr gemocht. Welche Bilder habe ich sehr gemocht, ohne dass ich von außen beeinflusst wurde? Was sind die Bilder, die ich wirklich machen möchte? Ich wollte eine Bestandsaufnahme machen; wo komme ich her, so gut bin ich und wohin kann ich mich noch entwickeln?

 

Das Buch heißt Personal, weil es für mich selbst ist, so wie ich alle Bilder für mich selber mache“.

 

Sein Kreativ-Tipp

 

Sein Tipp für Fotografen, die sich weiterentwickeln möchten:

„Sturheit ist wichtig; Augen zu! Und was siehst Du dann für Bilder, die Du nicht siehst? Geh nach innen und denke nicht an Technik. Ein gutes Bild hat Empathie und die hat es nur, wenn das Bild das ausdrückt, was Du fühlst. Denke darüber nach, was Du fühlst, und diese Gefühle muss man in der Folge technisch umsetzen. … Es geht um eine Sinnlichkeit, die ich vermitteln möchte. Und dieses Gefühl muss den anderen erreichen!“

 

 

Fotobuch-Regal.de - Rezension: Vincent Peters - Personal - Vorderseite

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Fotobuch-Regal.de - Rezension: Vincent Peters - Personal - Rückseite

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Fazit:

 
Mit minimalen Mitteln entstehen hier zeitlose, aber dramatische Porträts, die Raum für die Fantasie des Betrachters lassen. Intim, romantisch, voyeuristisch und glamourös zugleich. Der Betrachter sieht die schönsten Modelle von einer unerwarteten Seite.

Peters deutet mit leisen Tönen viel an und baut Spannung durch Lichtabfall und Verstecken auf. Auf mich wirken seine Bilder mit den dezent ausgeschmückten weiblichen Modellen sehr feinfühlig und sinnlich in einer Zeit der digitalen Schärfe. Sie sind subtil und zwischenzeilig, aber mitteilend, wenn man in ihnen lesen möchte.

 

Wer den eigentlichen Vincent Peters kennenlernen möchte, besucht eine seiner Ausstellungen oder schaut sich diesen wirklich großformatigen und hochqualitativen Band im vorzüglichen Stil an.

Dieses Buch ist erstklassig gedruckt auf ebensolchem Papier. Ein Band zum Verlieben, daher finde ich den Preis von knapp Euro 100 angemessen.

 

Für mich ein unglaubliches Buch. Vincent Peters ist für mich ein großer Meister des Lichts ähnlich wie Bruce Weber. Man kann unglaublich viel Inspiration aus diesem Buch schöpfen. Mich erreicht dieses Buch; großes Gedanken - Kino.



Buchdaten:

 

Format: Gebundene Ausgabe
   
ca. Maße cm (BxLxT): 29 x 36 x 2,5
Seitenanzahl: 112
ca. Gewicht: 2600 g.
   
Autor(en): Vincent Peters
Verlag: teNeues
Auflage: 1
Erschienen am: 15.09.2016
   
ISBN: 9783832734091
Preis in (D): 98,00 €

 

Links:

 

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Link: Vincent Peters - Homepage

Link: teNeues Verlag - Homepage

 

Wer sich mehr für Vincent Peters werbliche Modefotografie interessiert, sei sein erster Bildband empfohlen. Er ist anders, aber ebenfalls großartig. Große bekannte Namen, sehr plakativ inszenierte Porträts für eigentlich alle große Namen der Werbefotografie:

Vincent Peters - The Light Between Us – Virtuose klassische Porträts

 


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von Vasco R. Tintrup, Herausgeber:

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