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German Roamers - Deutschlands neue Abenteurer

Auf der Jagd nach dem besonderen Augenblick

 

Fotobuch-Regal.de: Rezension - German Roamers - Deutschlands neue Abenteurer

 

 

Instagram gedruckt; altbekannte Naturfotografie im neuen jungen Stil:

Das Buch German Roamers - Deutschlands neue Abenteurer (*) aus dem Dumont Verlag polarisiert, entweder man wird es lieben, oder nicht.

 

Dies fängt schon mit dem Titel an, was sind die „German Roamers“ überhaupt; German „What“?

 

Als Anglizismus könnte man es als Deutsche Wanderer oder auch als deutsche Vagabunden, Herumstreicher, Umhertreiber übersetzten. Auf ihrer Homepage, übrigens überwiegend in englischer Sprache, bezeichnen sie sich als: „A CONSORTIUM OF EXPLORERS - ROAMING GERMANY AND THE REST OF THE WORLD“.

Mitglieder:

Johannes Höhn @pangea
Johannes Becker @hannes_becker
Max Münch @muenchmax
Daniel Ernst @daniel_ernst
Patrick Monatsberger @moners
Asyraf Syamsul @asyrafacha
Maximilian Fischer @iamarux
Leo Thomas @theolator
Roman Königshofer @rawmeyn
Jannik Obenhoff @jannikobenhoff
Jannik Heck @jannxyz
Remo Jacobs @livingitrural
Lennart Pagel @lennart
David Kollmann @davidnkollmann

#weroamGermany

 

Dieses gedruckte Buch bietet nun zusätzlich auf den ersten Seiten eine rund zehnseitige Einleitung und eine Vorstellung des Kollektivs an sich und der einzelnen Teammitglieder, welche zudem jeweils in mehrseitigen „10-Fragen-an“-Kapiteln noch einmal einzeln als Individuum zu Wort kommen. So bietet das Buch einen besseren persönlicheren Eindruck und einen höheren Informationsgehalt als Instagram oder die gemeinsame Homepage.

 

14 junge Fotografen trafen sich vor einiger Zeit auf einer hippen Internet-Plattform, um „das Potenzial der besten deutschen Outdoor-Fotografen auf Instagram zu bündeln. So möchten sie zum einen auf die wunderbare Natur Deutschlands aufmerksam machen und zum anderen einen Ort für Inspiration, Austausch und Community schaffen“. Diese Instagram-Community ist nun mal international und folgerichtig kommuniziert man dann primär in Englisch.

Zudem „spielt die Qualität der Fotografie eine zentrale Rolle. Alle Mitglieder verkörpern auf ihre Weise zum Zeitpunkt der Bucherscheinung neuartige Bildsprache, die man in der klassischen Landschaftsfotografie eher nicht findet. Es geht darum in den Bildern Leidenschaft und Authentizität zu transportieren, eine Verbindung zum jeweiligen Motiv aufzubauen und neue Wege zu gehen - im wahrsten Sinne des Wortes. So möchten die German Roamers als ein Kollektiv wahrgenommen werden, das es versteht, die Welt um sich herum in erstklassigen, einzigartigen Bildern festzuhalten. In Deutschland genauso wie allen Ländern dieser Erde“.

 

So wurde aus jugendlichen Hobbyfotografen im Jahr 2015 ein loser Zusammenschluss unter dieser Bezeichnung „German Roamers“, welcher mittlerweile eine Marke darstellt. Dieser Kreis hat nun eine eigene Homepage, ist fotografisch weltweit unterwegs, aus dem Kollektiv sind mehrere als Profi-Fotograf und Markenbotschafter diverser Industriezweige unterwegs.

 

 

Fotobuch-Regal.de: Rezension - German Roamers - Deutschlands neue Abenteurer - Vorderseite

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Fotobuch-Regal.de - Rezension: German Roamers - Deutschlands neue Abenteurer - Rückseite 

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Inhalt:

 
Was bietet das Buch inhaltlich?

Die Fotos zeigen die Schönheit Deutschlands und halten eine Reiseerinnerung der Fotografen fest. Die Szenerie ist altbekannt, war aber in kollektive Vergessenheit geraten. Und die Deutschen reisten lange Zeit lieber ins ferne Ausland, die hiesige Saarschleife, die Eifel oder Schloss Neuschwanstein war eher etwas für ausländische Besucher.

Wenn der Normalo morgens vor Sonnenaufgang noch im Bett liegt, bzw. abends schon im Hotel beim Abendessen sitzt, ist ein Naturfotograf unterwegs um Bilder zu machen. Wer dies ernsthaft betreiben möchte, ist vor Sonnenaufgang bereits auf dem Berg und stundenlang marschiert. Noch besser hat man im Zelt vor Ort campiert, seine Kamera bereits am Tag zuvor noch im Tageslicht vorbereitet, das Motiv gesucht und die Aufnahme für den folgenden Tag geplant.

 

Vor den Jahren bis 2015 dominierten in der Landschaftsfotografie etablierte, durch die Bank ältere, Fotografen mit einem bis dahin klassischen Bildstil. Es herrschte im Bild viel Grün im Kontrast zum blauen (meistens wolkenlosen) Himmel vor, Personen kamen im Bild eher nicht vor. Hier erlangt man nun einen frischen Blick auf die vielgesehene und dadurch etwas langweilig gewordene deutsche Szenerie. Dieser Bildstil ist ganz anders. Viele Bilder zeigen dramatische Wolken, welche zu Schlechtwetterzeiten vorherrschen. Man sieht Winterbilder mit diesigem Nebel oder Schnee, Kontrast bringt eine Person mit gelber oder orange Jacke, ein von innen angeleuchtetes Zelt hinein. Die Farben sind entsättigt und haben einen flacheren Vintage-Look.

Eine Person mit Rückenansicht bringt oftmals zugleich einen Größenmaßstab mit ins Bild hinein, lässt die Dimension der Landschaft erst erfassbar werden. Dieser Effekt wurde natürlich nicht erst im sozialen Fotonetzwerk erfunden. Das wohl bekannteste Vorbild stammt von der Ikone der deutschen Romantik, vom Maler Caspar David Friedrich, es ist sein Wanderer über dem Nebelmeer aus dem Jahr 1818.
Und die Bilder der German Roamers sind romantisch; die Fotografie ist eine subjektive Interpretation. „Es geht darum landschaftliche Schönheit selbst bei schlechtem Wetter zu erkennen.“ „Bei blauem Himmel fühle ich mich nicht wohl. Um es mit der Musik zu vergleichen: Moll macht mich glücklicher als Dur“.

Auch wenn die genannten Zitate nicht alle von einem einzigen Fotografen kommen, der Bildstil der German Roamers ist ähnlich und er trifft den aktuellen Geschmack der jungen Betrachter, wie über 300.000 Abonnenten auf Instagram und diverse Aufträge von Tourismusverbänden bezeugen. Der hippe Instagram-Rahmen dient vielen Nutzern zur Planung des eigenen Urlaubs. Man kann durch das Betrachten fast automatisch ins Träumen kommen und dabei denken: Wie schön wäre es, wenn ich dort jetzt wäre?! Viele Touristen suchen den Urlaubsort sogar danach aus, ob er „instagrammable“ ist, die eigenen Fotos sich erfolgreich ins Netz stellen lassen.

 

Damit der interessierte Foto-Anfänger sich von den tollen Fotos nicht entmutigen lässt, eigene Bilder aufzunehmen, erfährt der Leser auf acht Seiten am Ende des Buches noch die „besten Fototipps“ der German Roamers.

 

 

Fazit:

 
Das Buch ist hochwertig, auf offenporigem und mattem Papier gedruckt, was sehr gut zu dem entsättigten Bildstil passt. Daher hinterlassen Fingerabdrücke auch nicht so schnell offensichtliche Spuren im Buch.

 

Ich persönlich finde die ganz unterschiedliche deutsche Landschaft interessant und habe schon viele Spots selbst besucht. Wenn diese Bilder und das Buch junge Leser animieren, selbst nach draußen zu gehen, die Deutschen Landschaft und deren Schönheit zu entdecken, ist schon damit allein ein großer positiver Effekt erzielt.

 

Auch wenn ich schon fast doppelt so alt wie der durchschnittliche „German Roamer“ bin, gefällt mir der Bildstil sehr gut. Der Look ist einfach frischer als der althergebrachte Stil eines Fritz Pölking, ohne dessen Verdienste als Landschaftsfotograf herabwürdigen zu wollen. Fotografie ist subjektive Kunst, erlaubt ist was gefällt. Mir gefallen die gezeigten Bilder und ich habe beim Lesen wieder selbst Lust bekommen, die noch nicht besuchten Orte persönlich „zu entdecken“.

 

Letztlich: diese Bewegung junger Fotografen hat in den letzten Jahren eine ganze Schar neuer, ambitionierter und ebenfalls sehr junger Fotografen nach sich gezogen, welche sich nun ebenfalls an den alten Motiven versuchen. Dadurch ist die bis dahin etwas angestaubte Landschaftsfotografie-Szene endlich wieder lebendig geworden. Dieses Thema an sich findet wieder mehr Beachtung und ganz unterschiedliche frische Stile sind nun parallel zu betrachten.

 

 

Buchdaten:

 

Format: Gebundene Ausgabe
   
ca. Maße (BxLxT): 25 x 29 x 2,5 cm
Seitenanzahl: 256
ca. Gewicht: 1.500 g
   
Autor(en): German Roamers
Verlag: DuMont
Auflage: 3
Erschienen am: 14.12.2018
   
ISBN: 9783770188840
Preis in (D): 34,90 €

 

Links:

 

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Link: German Roamers - Homepage

Link: DuMont - Verlag

 


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von Vasco R. Tintrup, Herausgeber:

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